Die Pflegekasse übernimmt bei ambulanter Versorgung monatlich bestimmte Pflegekosten, die abhängig von der jeweiligen Pflegestufe sind. So werden beispielsweise bei der Pflegestufe I, Pflegekosten in Höhe von 450 EUR übernommen, bei Pflegestufe II monatlich 1100 Euro und die Pflegestufe III beinhaltet Kosten in Höhe von 1.550 Euro monatlich. In Härtefällen können Pflegekosten bis zu 1.918 Euro getragen werden und im Rahmen der Feststellung des Verlustes von dauerhaften Alltagskompetenzen (z.B. bei Demenz) erhöht sich die Pflegesachleistung der Pflegestufe 1 auf 665 Euro und in Pflegestufe 2 auf 1.250 Euro. Pflegestufe 3 bleibt unverändert.

Pflegestufen

Pflegestufe 0 - Vorliegen einer dauerhaften erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz und eines Bedarfs an Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung, der (noch) nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht (sogenannte Pflegestufe 0) bis zu 231,00 Euro

Pflegestufe 1 - erheblich Pflegebedürftige
Der Hilfebedarf für die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung muss pro Tag mindestens 1,5 Stunden betragen. Auf die Grundpflege müssen dabei mehr als 45 Minuten täglich entfallen.

Pflegestufe 2 - Schwerpflegebedürftige
Der zeitliche Aufwand für die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung muss pro Tag mindestens drei Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen müssen.

Pflegestufe 3 - Schwerstpflegebedürftige
Der Hilfebedarf für die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung muss bei mindestens fünf Stunden täglich liegen. Der Anteil an der Grundpflege muss dabei mindestens vier Stunden täglich betragen.
Wenn der Pflegeaufwand das Maß der Pflegestufe 3 weit übersteigt, kann ein so genannter Härtefall vorliegen. Die Pflegekasse kann in diesem Fall im Rahmen der Pflegesachleistung und der vollstationären Pflege weitere Leistungen gewähren. Dies kann beispielsweise im Endstadium einer Krebserkrankung oder bei Patienten im Wachkoma der Fall sein.